Auf dem Rückweg aus der Maya Bay hielt Sun für uns am Pier von Koh Phi Phi, da wir unser Hotel auf der anderen ruhig abgeschiedenen Inselseite gebucht hatten und sonst durch 1h Dschungelpfad in das Hauptdorf gekommen wären. Koh Phi Phi, daß nach dem Tsunami im Jahr 2004 wieder komplett neu aufgebaut wurde, ist nicht mehr der "Südsee"-Traum früherer Jahre. Die Korallen ringsherum sind durch Meererwärmung und Tsunami fast gänzlich zerstört und entsprechend farblos geht es auf dem Meeresboden zu. Einzig ein paar Fische bringen noch Farbe ins Meer, daß leider auch nicht mehr glasklar ist. Das Dorf ist wohl voller mit Blechhütten zugebaut als vor dem Tsunami und in den engen Gassen (die schon Flair haben könnten, mit etwas mehr Liebe zum Detail und Sauberkeit) riecht es fürchterlich. Eine Bucht ist der Hafen und übervoll mit Booten,die andere Seite ist der Badestrand und übervoll mit Sonnenstühlen und komischerweise auch Ausflugsbooten...Das Schönste an Koh Phi Phi ist immer noch der Aussichtspunkt, den wir durch den bergigen Dschungelpfad von unserem Hotel aus erklommen haben. Auf dem Weg dorthin begegneten wir einer Sippe wild lebender Affen - sehr schön anzusehen in freier Wildbahn.Wir sind natürlich ziemlich blauäugig zum Viewpoint losgezogen, mit all dem was man für einen kurzen Dschungeltreck braucht -Schuhe, Kleidung, Wasser und Taschenlampe für den Rückweg. Fast oben angekommen, gab es Wegweiser zu drei verschiedenen Aussichtspunkten. Natürlich fingen wir bei Nummer 1 an, der zufällig später mit Nummer 2 zusammenführte, an einer Hütte mit Stacheldrahtzaun. Genau, Stacheldrahtzaun im Dschungel an einem Aussichtspunkt von dem alle Reiseführer schreiben wie schön der ist. Aber keiner, daß man hier 20TBH Eintritt zahlen soll/muss. Natürlich hatten wir keinen einzigen Baht dabei. Und das nach schweißtreibendem Aufstieg. Wozu auch im Dschungel: konnte ja keiner ahnen, daß auf Touri-Island auch Thais im Wald hausen, dort gekühlte Coke und Wasser verkaufen und sogar Eintritt für einen Aussichtspunkt verlangen...Hätten wir klaro nach all dem bereits gesehenen mit rechnen müssen, haben wir aber eben nicht. Entsprechend erbost ging Jenny natürlich zur Kassiererin, um irgendwie zu verhandeln - mit kaum englischsprechenden Thais im Dschungel ohne eine einzige Glasperle (außer etlicher Schweißperlen) in der Hosentasche, haha. Wir wurden freundlichst schulterzuckend abgewiesen kurz vor Sonnenuntergang. Toll. Naja, blieb noch die Hoffnung auf Viewpoint 3. Und siehe da, nach 500m Umweg wandern, gabs auch einen kostenlosen Eingang zu ein und demselben Aussichtspunkt.Viele bekannte Gesichter waren schon oben, die Geld in der Tasche hatten bzw. nun doch nicht mehr ganz so viel...welch Abzocke.
Aber entschädigt wurden alle durch den wunderschönen Ausblick,bei dem die negativen Details der Insel alle im Hintergrund verschwimmen.Die restlichen beiden Tage verbrachten wir in unserem Relax-Beach-Resort am privaten Strand,fernab von Jubel und Trubel, einfach nur gepaart mit Heiterkeit;-)
Dienstag, 23. April 2013
Auf der Andamanen See - Cruisen und Campen - Fiancée
Die Nacht auf Bamboo Island war nur begleitet vom Meeresrauschen und dem Funkeln der Sterne, die bis in unser Zelt/Mosquitonetz reichten und dann war da noch die Frage aller Fragen...unvergeßlich! Nach Sonnenaufgang und dem leckersten Frühstück auf unserem Longtail-Boot ging es weiter nach Koh Phi Phi zum Schnorcheln mit vielen bunten Fischen,zu Höhlen,die für die Öffentlichkeit gesperrt sind, weil reiche Chinesen für ein Vogelnest daraus bereit sind 3.000€ als Abendessen zu zahlen, Lagune hier und da, um dann irgendwann die Maya Bay zu suchen.
Und dann lag er vor uns, in all seiner Pracht - The Beach - mit all seinen Touris und Booten.Wenn es nur die traditionellen Longtail-Boote gebe, wäre auch alles noch überschaubar und schön anzublicken.Aber die Speedboote vollgepfropft mit je 50 Chinesen oder Russen (jeder mit oranger Rettungsweste behangen) macht diesen einst unberührten Traum dann doch nicht mehr ganz so romantisch, und das, obwohl es noch früh am Morgen war. Wenn man sich dies aber alles wegdenkt (oder den Fotoapparat gut platziert), ist es dann doch ein wunderschönes Fleckchen auf dieser Erde, wo man alles um sich herum vergessen könnte.
Und dann lag er vor uns, in all seiner Pracht - The Beach - mit all seinen Touris und Booten.Wenn es nur die traditionellen Longtail-Boote gebe, wäre auch alles noch überschaubar und schön anzublicken.Aber die Speedboote vollgepfropft mit je 50 Chinesen oder Russen (jeder mit oranger Rettungsweste behangen) macht diesen einst unberührten Traum dann doch nicht mehr ganz so romantisch, und das, obwohl es noch früh am Morgen war. Wenn man sich dies aber alles wegdenkt (oder den Fotoapparat gut platziert), ist es dann doch ein wunderschönes Fleckchen auf dieser Erde, wo man alles um sich herum vergessen könnte.
Montag, 22. April 2013
Auf der Andamanen See - Cruisen und Campen
Abseits vom Massentourismus haben wir mit Elizabeth und Sun wieder eine Perle entdeckt, die uns direkt am Strand von Koh Yao Noi am Morgen abholte. Das halbe Resort inkl. uns schaute verdutzt als es plötzlich chillige Musik mit Bässen vom Meer herüberwehte. Mit dem Kanu wurden wir samt Gepäck aufgrund der Ebbe "verladen". Sun empfing uns freudig, englischsprachig (alles autodidaktisch gelernt, auch dank australischer Frau Elizabeth) und sehr witzig aufgeschlossen und war unser Guide der nächsten 2 Tage. Als "alter" Fischer zeigte und vor allem erzählte er uns Dinge, die bei anderen Touren leider viel zu kurz kommen. Denn die wenigsten sprechen hier so gutes Englisch als das man mal eine Frage beantwortet bekommen könnte. Mit ihm fuhren wir auf die Hong Inseln,die vom Ambiente schon sehr sehr an The Beach erinnerten. Wir bekamen Fische gezeigt, die wir allein nie entdecktund schon gar nicht gewusst hätten, was die tun oder auch nicht...Immer mit dem Versuch, fernab der Tourimassen zu bleiben - was hier leider schwerlich möglich ist und eben der entscheidende Punkt ist, der hier für das Paradies fehlt.
Danach ging es an Chicken Island (soll wohl wie ein Huhn aussehen)vorbei Richtung Koh Phi Phi. 5km vor dieser hielten wir auf dem kleinen Bamboo Eiland und blieben dort bis zum nächsten Morgen, allein.Ab 17Uhr verlassen die Massen mit ihren Ausflugsbooten den Strand zurück zu den Hauptinseln mit den Hotels. Ab dann kann man die Insel genießenund entdecken...Am Abend auf dem Boot erzählten wir Sun von unsererm ursprünglichen Urlaubsvorstellungen und er erzählte uns soviele faszinierende Dinge, wie er ohne Probleme mindestens einen Monat ohne irgendwas auf Bamboo Island überleben könnte, wo und wie man Trinkwasser findet, was man alles essen kann...wenn wir das jetzt hier ausführen würden und nicht schon wieder vergessen hätten, wäre dass wahrscheinlich der längste Blog überhaupt :-)
Danach ging es an Chicken Island (soll wohl wie ein Huhn aussehen)vorbei Richtung Koh Phi Phi. 5km vor dieser hielten wir auf dem kleinen Bamboo Eiland und blieben dort bis zum nächsten Morgen, allein.Ab 17Uhr verlassen die Massen mit ihren Ausflugsbooten den Strand zurück zu den Hauptinseln mit den Hotels. Ab dann kann man die Insel genießenund entdecken...Am Abend auf dem Boot erzählten wir Sun von unsererm ursprünglichen Urlaubsvorstellungen und er erzählte uns soviele faszinierende Dinge, wie er ohne Probleme mindestens einen Monat ohne irgendwas auf Bamboo Island überleben könnte, wo und wie man Trinkwasser findet, was man alles essen kann...wenn wir das jetzt hier ausführen würden und nicht schon wieder vergessen hätten, wäre dass wahrscheinlich der längste Blog überhaupt :-)
Koh Yao Noi - klein, idyllisch und erholsam
Nach der Überfahrt von Phuket auf die moslemische Insel Koh Yao Noi wurden wir freundlich und etwas mehr englisch sprachig empfangen, obwohl wir schon auf Verständigung mit Händen und Füssen eingestellt waren. Wir merkten auch, dass wir nie richtige Backpacker werden könnten. Zum Einen waren unsere Rucksäcke mehr als voll, obwohl wir wirklich die Wäsche auf die Hälfte reduziert haben, zum anderen ist man schon etwas entspannter, wenn man eine Übernachtungsmöglichkeit hat und auch nicht jeden Baht dreimal umdrehen muss.
Im Lam Lae Resort wurden wir sehr freundlich von Melanie in schwitzer dt. empfangen. Unser Bungalow war echt ein Traum - Hängematte auf der Vorterrasseund keine 20m zum Strand. Wir nahmen uns sogleich mal ein Kanu und paddelten zur nächstgelegenen einsamen Insel Koh Nuk hinüber. Der Strand dort hätte richtig romantisch sein können, wenn er nicht so zugemüllt wäre. Überhaupt haben wir den Eindruck gewonnen, daß hier leider sehr wenig auf die Umwelt geachtet wird (Armut und fehlende Bildung hin oder her) und die teils paradiesische Natur nicht mehr lange gegeben sein wird.
Natürlich kämpften wir uns durchs schlammige Dickicht auf die Felsspitze mit tollem Rundumblick. Und als wir dann wieder unten waren, empfing uns auch der König der Insel persönlich. Da er noch keinen Hunger auf uns hatte, machten wir uns schnell auf den Rückweg zu unserem Abendessen. Hier gönnten wir uns das erste Mal am Abend einen Cuba Libre, weil das Urlaubsfeeling perfekt war. Leider verträgt Jenny gar nichts, denn danach schwankte es ganz schön, wohl aber nicht nur vom Cocktail, sondern eine Erkältung bahnte sich an. Während Rudi seinen Klimaanlageschnupfen ganz gut überstanden hatte, wurde Jenny von der hiesigen Natur getestet. Die Nacht war kühl, es regnete wie aus Fässern und von dem Festland auf der anderen Seite haben wir leider nichts gesehen. Am nächsten früh fragten wir nach einer Aspirin. Gab allerdings nur Paracetamol und nen Lemon-Juice. Der Auslöser für das Schwindelgefühl ist wohl der hohe Wasserverlust. Und am Tag zuvor haben wir zwar reichlich von oben bekommen, jedoch nicht ausreichend Flüssigkeit aufgenommen. Also genossen wir einfach dieses idyllische Plätzchen und ließen uns eine Stunde am Strand bei Meeresrauschen massieren. Am Abend machten wir einen Spaziergang am Strand entlang und haben uns an einem kleinen gemütlichen Stand bekochen lassen, wo uns ein total süßer kleiner Thai-Junge in verschiedenen Sprachen begrüßte und gleich als Spielkammeraden willkommen hieß. Nach zweimal Helikopter mit ihm spielen, war Rudi schweißgebadet bereit für das Abendessen. Auf dem Hin- und Rückweg winkte und krabbelte übrigens fröhlich um uns das mögliche Abendmahl, entschieden uns dann aber doch lieber für Chicken. Schwein gabs auf der Insel gar nicht ebenso wenig Geisterhäuschen. Muslime glauben einfach an andere Sachen...
Tags darauf schnappten wir uns die Räder und erkundeten das Inselumland, ein wenig. Denn die strahlende Sonne zeigte sich von ihrer heißesten, Jenny noch von der verschnupften und die Insel von der sehr hügeligen Seite. So kamen wir gerade mal 10km weit (was natürlich mehr als 2/3 der Insel waren), fanden aber zum Glück etwas Abkühlung beim übers Wasser laufen und viel Spaß bei der abwechslungsreichen Tierwelt ...(ja, hier werden gefärbte Küken auf dem Markt ver- und gekauft - gedrängelt durch die Kinder natürlich)Für den Rest des Tages hielten wir Eis, Milchshake & Co. in Hängematte und Schaukel für ausreichend Bewegung.
Im Lam Lae Resort wurden wir sehr freundlich von Melanie in schwitzer dt. empfangen. Unser Bungalow war echt ein Traum - Hängematte auf der Vorterrasseund keine 20m zum Strand. Wir nahmen uns sogleich mal ein Kanu und paddelten zur nächstgelegenen einsamen Insel Koh Nuk hinüber. Der Strand dort hätte richtig romantisch sein können, wenn er nicht so zugemüllt wäre. Überhaupt haben wir den Eindruck gewonnen, daß hier leider sehr wenig auf die Umwelt geachtet wird (Armut und fehlende Bildung hin oder her) und die teils paradiesische Natur nicht mehr lange gegeben sein wird.
Natürlich kämpften wir uns durchs schlammige Dickicht auf die Felsspitze mit tollem Rundumblick. Und als wir dann wieder unten waren, empfing uns auch der König der Insel persönlich. Da er noch keinen Hunger auf uns hatte, machten wir uns schnell auf den Rückweg zu unserem Abendessen. Hier gönnten wir uns das erste Mal am Abend einen Cuba Libre, weil das Urlaubsfeeling perfekt war. Leider verträgt Jenny gar nichts, denn danach schwankte es ganz schön, wohl aber nicht nur vom Cocktail, sondern eine Erkältung bahnte sich an. Während Rudi seinen Klimaanlageschnupfen ganz gut überstanden hatte, wurde Jenny von der hiesigen Natur getestet. Die Nacht war kühl, es regnete wie aus Fässern und von dem Festland auf der anderen Seite haben wir leider nichts gesehen. Am nächsten früh fragten wir nach einer Aspirin. Gab allerdings nur Paracetamol und nen Lemon-Juice. Der Auslöser für das Schwindelgefühl ist wohl der hohe Wasserverlust. Und am Tag zuvor haben wir zwar reichlich von oben bekommen, jedoch nicht ausreichend Flüssigkeit aufgenommen. Also genossen wir einfach dieses idyllische Plätzchen und ließen uns eine Stunde am Strand bei Meeresrauschen massieren. Am Abend machten wir einen Spaziergang am Strand entlang und haben uns an einem kleinen gemütlichen Stand bekochen lassen, wo uns ein total süßer kleiner Thai-Junge in verschiedenen Sprachen begrüßte und gleich als Spielkammeraden willkommen hieß. Nach zweimal Helikopter mit ihm spielen, war Rudi schweißgebadet bereit für das Abendessen. Auf dem Hin- und Rückweg winkte und krabbelte übrigens fröhlich um uns das mögliche Abendmahl, entschieden uns dann aber doch lieber für Chicken. Schwein gabs auf der Insel gar nicht ebenso wenig Geisterhäuschen. Muslime glauben einfach an andere Sachen...
Tags darauf schnappten wir uns die Räder und erkundeten das Inselumland, ein wenig. Denn die strahlende Sonne zeigte sich von ihrer heißesten, Jenny noch von der verschnupften und die Insel von der sehr hügeligen Seite. So kamen wir gerade mal 10km weit (was natürlich mehr als 2/3 der Insel waren), fanden aber zum Glück etwas Abkühlung beim übers Wasser laufen und viel Spaß bei der abwechslungsreichen Tierwelt ...(ja, hier werden gefärbte Küken auf dem Markt ver- und gekauft - gedrängelt durch die Kinder natürlich)Für den Rest des Tages hielten wir Eis, Milchshake & Co. in Hängematte und Schaukel für ausreichend Bewegung.
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